Jusos beteiligten sich an Umzingelung des Landtages

Veröffentlicht am 13.10.2010 in Pressemitteilungen

SPD-Nachwuchs unterstützt Proteste gegen Energiepolitik von Schwarz-Gelb.

Aus dem Juso-Kreisverband Heidenheim nahm eine größere Delegation an
der Umzingelung des Stuttgarter Landtags am Mittwoch den 06. Oktober
teil.
Ein breites Bündnis aus UmweltschützerInnen, Parteien und
Gewerkschaften wollte mit dieser Aktion gegen den energiepolitischen
Kurs der Landesregierung protestieren. Die Landesregierung setzt
fälschlicherweise auf die antiquierte Atomkraft als zentrale Säule
der zukünftigen Energieversorgung.

Mit ihrer Teilnahme wollten die Jusos verdeutlich, dass klare
Alternativen zum Atomstrom vorhanden sind. „Der Atom-Konsens von Rot-
Grün mit dem endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie ist
alternativlos“, so Lena Wintergerst, eine der beiden neu gewählten
SprecherInnen der Kreisjusos, „die Atomkraft gehört auf den Friedhof
der Geschichte.“

Durch eine Vollversorgung der Primärenergie im Landkreis Heidenheim
mit Erneuerbare Energien würde jährlich bis zu 220 Millionen Euro an
Geldmittel im Landkreis verbleiben, welche zur Zeit an überregionale
Energieunternehmen und in die Exportländer der fossiler
Energieträgern abfließen.

Somit wird deutlich welchen Stellenwert der Ausbau die Erneuerbaren
Energien gerade in unserer Region für die kleinen und
mittelständischen Unternehmen hat und dadurch wiederum auf die
unzähligen Beschäftigten in diesen Bereichen. Eine Verlängerung der
Laufzeiten von Kernkraftwerken schadet nicht nur der Umwelt sondern
auch dem Industriestandort Baden-Württemberg und den unzähligen
kommunalen Energieversorgern in der Region.

Ministerpräsident Stefan Mappus stehe im Atom-Diskurs klar auf Seiten
der Gier der Atom-Lobby. Weil die Energiekonzerne mit verlängerten
Laufzeiten der alten Meiler jährlich hunderte Millionen Euro
erwirtschaften können, stelle er sich mit seiner Regierung gegen die
in der Bevölkerung vorherrschende Meinung, dass am Atomausstieg
festzuhalten sei. Kurzfristige Gewinne für Einzelne würden auf
Kosten zukünftiger Generationen generiert, die die langfristigen
Probleme lösen müssen. „Dies ist nicht nur eine Unverschämtheit den
zukünftigen Generationen gegenüber, dies ist auch ein Wegducken vor
historischer Verantwortung“, so der Kreiskoordinator Danny Koch,
„Momentan scheinen Kurzsichtigkeit, Ignoranz und Gier in der schwarz-
gelben Landespolitik einen höheren Stellenwert zu genieße, als der
Respekt gegenüber der Meinung des Volkes.“

Die unbeantwortete Frage der Endlagerung, die mangelnde Sicherheit
der Reaktoren, sowie die verheerende Wirkung auf die Märkte der
nachhaltigen Energie-Technik, nehme Laufzeitverlängerungen zusätzlich
jede Legitimation. „In diesem von Lobbyisten inszenierten Lehrstück
politischer Unvernunft darf Stefan Mappus nicht länger die Hauptrolle
spielen“, attackierte Kreiskoordinator Oliver Schmid den Noch-
Ministerpräsidenten.

 
 
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