Ehe für alle

Veröffentlicht am 30.06.2017 in Pressemitteilungen

Die Jusos in Heidenheim und Aalen zeigen sich erfreut über die Abstimmung des Bundestags, welche nun die Ehe für alle Menschen ermöglicht. Es wäre schon lange an der Zeit gewesen, diesen Schritt zu unternehmen.

Mit der Entscheidung, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen gehe der Bundestag den richtigen Weg, um die Gleichberechtigung aller Menschen in Deutschland zu stärken. Mit diesem Gesetz habe der Bundestag einmal mehr gezeigt, dass Deutschland ein Land der Vielfalt und nicht der Konformität sei. „Wir als Jusos sehen es als unverantwortlich an, Teile unserer Gesellschaft auszuschließen zu wollen“, so Timo Lorenz, Vorsitzender der Jusos Aalen. „Nur durch Vielfalt und deren Akzeptanz in unserer Gesellschaft sind wir in der Lage künftige Probleme zu lösen.“

 

Verwunderung löste bei den Jusos das Abstimmungsverhalten des Abgeordneten Roderich Kiesewetter aus. In der Vergangenheit habe er sich als Verfechter des traditionellen Familienmodells dargestellt, doch bei der jetzigen Abstimmung für den Gesetzesentwurf votiert. Ob es sich dabei um einen spontanen Sinneswandel oder um reines Kalkül im Hinblick auf die Bundestagswahl handle, wisse man nicht. Sicher sei, dass mit Kiesewetter ein Kandidat zur Wahl stehe, bei dem der Wähler nicht wisse, wofür er stehe. „Wir stehen mit unserer Politik für das ein, wovon wir überzeugt sind“, teilte Matthias Wulz, Kreisvorsitzender der Jusos Heidenheim, mit. „Mit Leni Breymaier haben wir eine Kandidatin, die für das eintritt, was sie verspricht.“

 

 Aus den Kreisen der Jusos hieß es des Weiteren, dass die Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partner nur ein erster Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft sei. Man begrüße es, dass damit nun eine Herzensangelegenheit sozialdemokratischer Politik umgesetzt worden ist, allerdings gibt es noch genügend andere Problemfelder um die Gesellschaft sozialer zu machen. Das Abstimmungsergebnis im Bundestag zeigt, dass nicht nur die Jusos dies erkannt haben, sondern dass es eine breite Mehrheit für eine gerechtere und soziale Politik gebe.

 
 

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