Basisdemokratie statt Vorstandsbeschlüsse

Veröffentlicht am 08.09.2010 in Pressemitteilungen

von links nach rechts: Oliver Schmid, Danny Koch, Klara Schweizer, Christian Heinrich, Lena Wintergerst, Michael Singer

Juso-Kreisverband gibt sich auf Kreisjahreshauptversammlung neue Struktur

Am Samstag den 28.08.2010 fand die Kreisjahreshauptversammlung des Juso-Kreisverbands Heidenheim im Haus der IG Metall statt, das aus allen Nähten platzte. Wichtigstes Thema war dabei, den bei der letzten Kreisjahreshauptversammlung gegangenen Weg zu mehr Basisdemokratie durch eine erneute Satzungsanpassung intelligent fortzusetzen. In Zukunft sollten Entscheidungen nicht mehr durch Vorstandsbeschluss herbeigeführt werden, sondern durch monatlich stattfindende Mitgliederversammlungen, in Zukunft sei die Aufgabe des Vorstands vor allem die Umsetzung dieser Entscheidungen. „Ein mittlerweile so lebendiger Kreisverband wie der unsere kann es sich nicht erlauben, Entscheidungen im kleinen Kreis zu treffen, sondern ist dazu angehalten, alle der unzähligen arbeitswilligen Mitglieder mit in die Entscheidungsprozesse einzubinden,“ meinte der neu gewählte Sprecher Michael Singer. Hierfür wurden die bisherigen Ämter abgeschafft und durch einen Kollektivvorstand ersetzt. In Zukunft gibt es statt einem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern, drei Beisitzern und einem Kassierer nur noch zwei Sprecher, vier Koordinatoren und, aus rechtlichen Gründen, einen Kassierer.
Die wichtigste Aufgabe des Kreisverbands sei in den nächsten Monaten vor allem der Landtagswahlkampf, wo es gelte, das Mandat von Andreas Stoch zu verteidigen. Der gemeinsame Tenor der Versammlung war, dass man gute Chancen auf einen Regierungswechsel in Baden-Württemberg sehe, dieser aber nur gelingen könne, wenn man aktiv um die Stimmen der Menschen im Land werbe und diese mit all ihren Bedürfnissen auch ernstnehme.
Momentan sei man im Kreisverband mit der Gründung von Arbeitsgemeinschaften auf Gemeindeebenen beschäftigt. „Wenn die Mitgliederentwicklung der letzten Monate sich so fortsetzt, hat bald jede Gemeinde des Kreisverbands eine eigene Juso-AG,“ so die neu gewählte Sprecherin Lena Wintergerst, die Anzahl der in den letzten beiden Jahren durchgeführten Veranstaltungen sei – auch im Vergleich zu anderen lokalen Jugendorganisationen – ausgesprochen hoch gewesen, jedoch werde auch hierbei ein Steigerungspotenzial gesehen, denn, so die einhellige Meinung, einer in der Gesellschaft vorhandenen Politikverdrossenheit könne man vor allem durch offensives Zugehen auf die Menschen entgegenwirken.
Zu den beiden Sprechern wurden – wie erwähnt – Michael Singer, der erstmals dem Vorstand angehört, und Lena Wintergerst gewählt. Die Koordination setzt sich im kommenden Jahr zusammen aus Oliver Schmid, der ebenfalls erstmals dem Vorstand angehört, Klara Schweizer, Danny Koch und Vera Fleißner, sowie in der Funktion des Kassierer Christian Heinrich. Aus dem Vorstand schieden Sven Hassler und Mathias Ostertag aus. Die beiden Heidenheimer Delegierten auf der nächsten Landesdelegiertenkonferenz werden Klara Schweizer und Oliver Schmid sein, Andreas Ocker und Christian Heinrich wurden zu Ersatzdelegierten gewählt. Michael Singer wird den Kreisverband auf dem Landesausschuss der Jusos Baden-Württemberg mit der Ersatzdelegierten Lena Wintergerst vertreten.
Schließlich wurde beschlossen, dass sich der Kreisverband Heidenheim um die Ausrichtung der Landesdelegiertenkonferenz Mitte 2011 bewerbe. „Wenn Heidenheim, wenn auch nur für ein Wochenende, zum Zentrum großer Politik und wichtiger Entscheidungen werden würde, ist dies ein Ziel, auf das man gerne hinarbeitet!“ meinte der die Ideen vorstellende Andreas Ocker. Auch für Stadt und Region sei es wichtig, eine derartige Veranstaltung hier her zu holen und hier abzuhalten, was auch seitens Vertretern der Stadtverwaltung so gesehen werde

 
 
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