Anlässlich der aktuellen Debatte zur Atomenergie erklärten die Jusos des Heidenheimer Kreisverbandes auf ihrer Vorstandssitzung:
Die wiederholten Störfälle im Atomkraftwerk Krümmel sind keine Einzelfälle. Sie zeigen: Atomkraft ist eine Risikotechnologie. Nicht nur in der Ukraine, auch in Deutschland lässt sich keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Wir Jusos fordern die sofortige Abschaltung aller älteren Schrottreaktoren. Am Atomausstieg muss festgehalten werden. Mit uns wird es keinen Ausstieg aus dem Ausstieg geben!
"Atomanlagen haben im Vergleich zu anderen Anlagen nur wenig Beschäftigte. In der Atomindustrie sind ca. 38.000 Menschen beschäftigt, in den erneuerbaren Energien waren es bereits 2006 über 214.000 Menschen", stellte der Kreisvorsitzende der Jusos, Sven Hassler fest.
Ein Rücktritt vom Atomausstieg missachtet nicht nur die Probleme in Krümmel, sondern auch die Notabschaltungen von Reaktoren der Kraftwerke Lingen/Rhein und Philippsburg.
Ein Festhalten an der Atomenergie mit ihren ineffizienten Großanlagen bremst den notwendigen Umbau zu einer dezentralen, nachhaltigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien und gefährdet so Arbeitsplätze, so die Jusos weiter. „Anstelle Gelder in die Förderung von Atomenergie zu stecken, sollten diese vielmehr in die Forschung über die Nutzbarkeit und Effizienz alternativer Energieträger fließen“, so der stellvertretender Kreisvorsitzende Mathias Ostertag.
Auch die Gefahren der Atomenergie sollten nicht kleingeredet werden. Denn wie die ungelöste Endlagerfrage für strahlende Brennstäbe oder die Probleme mit der Lagerung von Atommüll in ehemaligen Salzbergwerken beweisen, ist das Argument, Atomenergie als saubere Energiequelle zu bezeichnen, nicht tragbar.
Die Jusos werden sich in den nächsten Monaten gezielt weiter mit dem Thema Atomausstieg befassen.
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