Kopenhagener Klimagipfel gescheitert

Veröffentlicht am 22.12.2009 in Pressemitteilungen

Die Jusos des Kreisverbandes Heidenheim waren sich auf ihrer Vorstandssitzung einig, dass die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Kopenhagen mehr als enttäuschend zu bewerten seien. "Wer jetzt wie die Bundeskanzlerin versucht, die Ergebnisse schönzureden, versucht, den Menschen Sand in die Augen zu streuen. Es ist klar, dass internationale Verhandlungen mit mehr als einhundert Staaten ein schwieriges Unterfangen sind. Angesichts der Problematik des Klimawandels ist es aber zu wenig, wenn sich der gemeinsame Nenner lediglich auf die Festlegung das Zwei-Grad-Celsius Zieles beschränkt. Das die Erwärmung unseres Planeten nicht mehr als zwei Grad betragen darf, um schlimme Umweltkatastrophen abzuwenden, ist eine wissenschaftliche Erkenntnis und bedarf eigentlich keiner größeren politischen Diskussion", so der Kreisvorsitzende der Jusos, Sven Hassler, in einem Statement.

Die Absichtserklärungen hinsichtlich der Begrenzung der eigenen Emissionen und der Finanzhilfen für ärmere Staaten seien nicht mehr als eine politische Willensbekundung ohne vertragliche Zusicherung. Die Verhandlungen seien letztlich am Egoismus der meisten Gipfelteilnehmer gescheitert. Dabei wäre es gerade die Aufgabe der großen Industriestaaten wie Deutschlands gewesen, mit gutem Beispiel und dem Willen zur Veränderung voranzugehen. Wenn dann aber in den Schlussverhandlungen der Textentwurf nur in einer Gruppe 30 größerer Staaten verhandelt wird, zeuge dies von Arroganz gegenüber kleineren Staaten und Ignoranz.

Die Jusos forderten einstimmig, dass die Bundesregierung mit gutem Beispiel vorangehe und sich mehr für den Klimaschutz im eigenen Land engagiere. Denn es zähle letztendlich auch, welche konkreten Schritte vor Ort angegangen werden.

 
 
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